Chili-Guide

Auf dieser Seite möchten wir dir ein paar Tipps geben, wie du deine Stofftöpfe noch effektiver nutzen kannst. Für schönere, gesündere Pflanzen, an denen du viel Freude hast.


Alle Tipps und Tricks basieren auf unseren eigenen Erfahrungen sowie verschiedenen Expertenempfehlungen. Dennoch sind sie natürlich immer nur eine Option von vielen und wir erheben keinen Anspruch es am besten zu wissen oder die einzig richtige Methode zu haben. Wenn du mit anderen Ansätzen besser zurechtkommst, dann nutze diese! Auch haben unterschiedliche Pflanzenarten ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Unsere Tipps beziehen sich in erster Linie auf Chili, Tomaten und andere Pflanzenarten, die schnell wachsen und größtmöglichen Ertrag liefern sollen.

 

GIESSEN

Ein großer Vorteil unserer Premium Stofftöpfe besteht darin, dass sie sehr gut vor Überwässerung und Staunässe schützen. Trotzdem lohnt es sich, ein paar einfache Tricks beim Gießen zu beachten.


Grundsätzlich gilt: Gieße langsam, idealerweise in mehreren Etappen. Wenn du deine Pflanzen z.B. mit jeweils 6 Litern Wasser gießen möchtest, dann tu dies am besten, indem du in 3 Runden zu je 2 Litern gießt. So wird verhindert, dass ein Großteil des Wassers durch Trockenheitsrisse im Substrat direkt wieder aus dem Topf läuft und das Wasser bleibt dort, wo du es haben willst: im Topf.
Die meisten Chilis sollten ruhig zwischendurch etwas trockener werden, bevor sie dann wieder kräftig gegossen werden können. Tomaten und z.B. auch Chili der Gattung Capsicum Pubescens (auch „Baumchili“ genannt) mögen es lieber gleichmäßig leicht feucht. Diese Pflanzen also etwas häufiger, dafür mit etwas weniger Volumen gießen.


Erfahrungsgemäß ist das Topfgewicht der beste Indikator beim Gießen. Entwickel ein Gefühl dafür, was ein frisch gegossener und ein trockener Topf (z.B. wenn die Pflanze beginnt die Blätter hängen zu lassen) wiegen und an welchem Punkt dazwischen deine Pflanze idealerweise Wasser bekommen sollte.

 

SUBSTRAT

 

Verwende hochwertige Pflanzerde, Blumenerde oder Tomaten- und Gemüseerde. Als grober Richtwert lässt sich sagen:

  • Pflanzerde ist eher Stickstoff (N) lastig und begünstigt einen schnellen Wuchs und sattes Grün.
  • Blumenerde sowie Tomaten- und Gemüseerde enthält mehr Phosphor (P) und in letzterem Fall auch meist viel Kalium (K), welche für Blüten- und Fruchtbildung sowie den Wasserhaushalt der Pflanze wichtig sind.
Du findest die Gehalte an Stickstoff, Phosphor, Kalium und meist auch Magnesium auf der Packung. Auch der pH-Wert sollte auf der Packung angegeben sein. Für die meisten Kulturpflanzen empfiehlt sich ein pH-Wert im Bereich 5,5 pH bis 6,5 pH.


Um das Substrat luftiger zu halten und die Fähigkeit zur Wasserspeicherung zu verbessern, mische das Substrat deiner Wahl noch mit Agrar-Perlite oder (wenn nur das Beste gut genug ist) mit Agrar-Vermiculite. Bewährt hat sich dabei etwa ein Volumenverhältnis von einem Teil Perlite/Vermiculite zu zwei bis drei Teilen Basis-Substrat. Wer sehr ungleichmäßig gießt oder zum Überwässern seiner Pflanzen neigt, kann aber auch ein Verhältnis von eins zu eins wählen.
Verwende keine „Drainage Schicht“ in deinen Töpfen, sondern allenfalls darunter (siehe allgemeine Tipps)!

 

DÜNGEN

 

Mineralisch
Bei mineralischen Düngern gilt: Weniger ist meist mehr. Die Mengenempfehlungen beziehen sich meistens auf die Verwendung von Filter- oder Regenwasser. Je härter das Wasser, desto mehr gelöste Mineralien sind bereits enthalten und desto stärker sollte man die Dünger-Dosis reduzieren. Aber auch mit Regenwasser ist die Empfehlung vom Hersteller oft unnötig hoch gewählt. Dünge lieber regelmäßiger, dafür sanfter. Als groben Richtwert empfehlen wir für Regen- oder weiches Leitungswasser etwa 2/3 der Herstellerangabe, bei hartem Leitungswasser etwa die Hälfte.
Um Salz-Anreicherung in den unteren Substratschichten zu verhindern, sollte entweder regelmäßig mit klarem Wasser gegossen oder bei jeder Düngergabe mindestens ¼ des Gießwassers durch den Topfboden ablaufen und auch nicht wieder aufgesogen werden.


Organisch
Organische Dünger müssen erst von Mikroorganismen im Boden verfügbar gemacht werden und stehen der Pflanze deshalb nicht sofort zur Verfügung. Er wirkt also langsamer. Dafür sind Überdüngungen sehr viel seltener. Verwende den Dünger einfach nach Herstellerangabe. Ein „Übergießen“, wie es bei mineralischer Düngung zu empfehlen ist, ist hier nicht nötig.
Bei organischer Düngung sollte das Substrat nicht komplett austrocknen, da dies schlecht für die Mikroorganismen im Boden ist.

 

ALLGEMEINE TIPPS

 

Aufstellen der Stofftöpfe
Ein enormer Vorteil von Stofftöpfen besteht darin, dass sie rundherum Luft ans Substrat lassen. Im Idealfall stellst du die Töpfe also auf einen Gitteruntersetzer (meist mit Rollen) oder auf einen grob-porösen Untergrund wie z.B. Kies, damit auch unter dem Topf die Luft zirkulieren und sich keine Staunässe bilden kann.


Substrat nachfüllen
Nach einiger Zeit wirst du feststellen, dass sich das Substrat im Topf etwas gesetzt hat und auch an den Rändern eine Lücke entsteht. Insbesondere dann, wenn das Substrat sehr trocken geworden ist. Hier empfiehlt es sich, einfach wieder etwas aufzufüllen. Hierzu eignet sich auch Wurmhumus oder feiner Kompost sehr gut und wirkt direkt als kleiner „Boost“ für das Bodenleben im Topf.


Umtopfen
Unsere Töpfe eliminieren eines der größten Probleme von Stofftöpfen: Das sehr schwierige Umtopfen. Durch die Öffnung in der Seitenwand wird dies deutlich erleichtert. Aber wann und wie sollte umgetopft werden?
Für das Wann hast du zwei Anhaltspunkte: Erstens den Wasserverbrauch. Wenn du jeden oder jeden zweiten Tag gießen musst, wird es definitiv Zeit deine Pflanze in einen größeren Topf umzuziehen. Zweitens ist die Wurzeldichte ein guter Indikator.
Wenn du den Topf an der Seite öffnest und viele Wurzelspitzen sehen kannst, spricht auch das dafür, dass ein größerer Topf Sinn macht.
Am einfachsten gelingt das Umtopfen, wenn du den Topf bis zum Boden öffnest und die Wände dann soweit wie möglich nach unten umschlägst. Dann lege Topf und Pflanze auf die Seite und entferne den Topf vorsichtig vom Ballen. Gehe dabei behutsam vor und störe den Wurzelballen so wenig wie möglich. Das gilt auch für das anschließende Einsetzen in den neuen Topf. Anschließend gut angießen: fertig.


Hast du eigene Tipps und Tricks, die du mit uns teilen willst? Dann immer her damit! Unter feedback@chiliwelten.de freuen wir uns über deine Anregungen!